Ein MRT, und nun?

Ich weiß nicht, was mein Hausarzt gedacht hat, als er den Bericht des Radiologen vorliegen hatte. Aber er befürwortete die Idee meiner Physiotherapeutin, eine Überweisung in die Wirbelsäulen Klinik des Marienkrankenhauses.

Die Online Anmeldung war kein Problem und ich gab das an, was bisher in meinen Überweisungen an die Radiologen stand. Des weiteren gab es noch Tipps während der Sportstunde in der Praxis. Binnen einer Woche sollte es einen Termin geben, der 1.12. um 10 Uhr.

Um kurz vor zehn kam ich also, bewaffnet mit meinen MRT Ergebnissen von Hals- und Lendenwirbelsäule, im Krankenhaus an. Es war alles super organisiert und nachdem ich verschiedene Unterlagen ausgefüllt hatte, saß ich auch schon im Behandlungszimmer.

Auch wenn der Neurologe Nr. 4 eigentlich Neurochirurg ist, zähle ich ihn trotzdem mit. Denn er machte, nachdem wir uns kurz über meine Probleme unterhalten hatten, die selben Tests wie die Kollegen vorher. Mit Stimmgabel Vibrationstests an Armen und Beinen, Gang Übungen, Finger auf Nase mit geschlossenen Augen, erst rechts dann links. Nur der Kaffee- oder war es doch Schokoladenduft blieb aus.

Dr. H. war sehr interessiert an meinem Fahrrad Unfall, den ich im Mai diesen Jahres hatte. Aber nachdem er alle für ihn relevanten Informationen hatte, war er der Meinung, dass es da keinen Zusammenhang zwischen meinen Symptomen und dem Unfall gab. Der Zeitraum zwischen Absteigen über eine Motorhaube und den Beschwerden war zu weit auseinander.

Ich muss ja gestehen, dass ich ein bisschen begeistert von den Computerfähigkeiten des Arztes war, weder mit dem einlesen der CD noch mit dem Online Code vom Hals hatte er Probleme, hin und her schieben von den Dateien, zack kein Problem! Er musste schmunzeln, als ich meine Freunde kund tat.

Dieser Doc war übrigens auch der Arzt, der von meiner Lendenwirbelsäule so überaus begeistert war, die ist aber auch schön 😉

Nummer 4 war allerdings auch der Arzt, der mich wieder ins Klinikum überwiesen hat, oder besser, er hat mich eingewiesen.

Ich muss ja gestehen, dass ich wieder an einen Marathon gedacht habe, was das Sitzen im Wartezimmer angeht. Weniger kam mir in den Sinn, dass ich die nächsten Tage nicht zuhause verbringen würde.

Und erst ging es auch los wie beim ersten Mal, „Hallo Notaufnahme“ again. Wir präsentieren heute Z140.

Zwei ein halb Stunden später lag ich wieder in meinem alten Zimmer, Raum 37. Er hatte sich in den vier Wochen gar nicht verändert.

Und auch das Procedere war wie beim letzten Mal. Wo kommt denn die Frau mit der schönen Lendenwirbelsäule her? Wir wollen dein Blut! Und zack, diesmal mit Bändchen, damit ich nicht wieder verloren gehe.

Eine wirklich nette Neurologin, Nummer 5, kam zu mir und machte wieder die Tests, die ich mittlerweile im Schlaf kannte. Und es sollte auch nicht das letzte Mal sein, dass ich die Stimmgabel an mir schwingen sah. Mit der Online Version meiner Halswirbelsäule hatte die Radiologie allerdings so seine Probleme. Zumindest taten sie so. Ach, immer dieses neumodische Zeug!

Wieder schaute sie sich die Einweisung an. Das war wohl der Moment, wo aus der Z140 die 28037767 wurde.

Mit ein bisschen Überredungskunst konnte ich immerhin noch mal schnell nach Hause fahren. Tasche packen, Katzen einfangen und füttern, den Dosenöffnern bescheid geben, dass sie nach den Mädels gucken müssen…

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