Endlich wieder zu Hause

Da war ich nun, etwas verunsichert, aber wieder zu Hause. Meine Katzenkinder freuten sich sichtlich, denn sie durften wieder raus. Die beiden Hühnchen waren die ganze Zeit eingesperrt als ich nicht da war. Bei dem Wetter und der Zwist untereinander war das die beste Lösung. Lilly hätte Frieda nicht rein gelassen da sie gern Türsteher spielt, wenn die Schwester rein will „Du kommst hier nicht rein, Alter! “

Aber wie ging es weiter? Gut, erstmal das Wochenende. Einkaufen mit der Schwester, ruhen, bei Muttern lecker Haxe essen, ruhen, Wäsche waschen, ruhen,… Ich merkte, dass ich schnell erschöpft war. Aber gut, das Cortison ist ja auch kein Fenchel Tee 🤷🏼‍♀️

Montag morgen stand ich dann bei meinem Hausarzt im Tempel. Er las aufmerksam die Unterlagen aus dem Klinikum durch. Ich fragte ihn, ob er mir erklären könnte, was da steht und was das bedeuten würde. Natürlich konnte er und er erklärte es mir natürlich auch.

Da seien Anzeichen für eine chronische Nervenentzündung, aber ob es tatsächlich MS sei, müssten die noch fehlenden Ergebnisse sagen. Bisher könnte man nur sagen, dass die bisherigen Ergebnisse nicht eindeutig sind. Nichts desto trotz sollte ich schnellstmöglich einen Termin beim Neurologen machen. Den Rest des Jahres würde er mich jetzt erst mal krank schreiben. Das Cortison müsse seine Arbeit machen, das würde ein bisschen Zeit brauchen.

Gefühlt stagnierte es aber mit dem bessern der Symptome. Die Taubheitsgefühle waren weg, ja aber die Zunge kribbelte nach wie vor und auch das Kribbeln in den Armen und Beinen war zwar seltener geworden aber nach wie vor da. Auf einer der vielen Seiten im Internet stand auch, dass es bis zu vier Wochen dauern kann. Aber das Cortison würde weiter arbeiten.

Dass das Cortison arbeitete, merkte ich. Schüttelfrost und schnell ermattet sein war der Tribut, den ich zahlen musste. Aber im Vergleich zu anderen Nebenwirkungen, die man so lesen konnte, war das tatsächlich noch harmlos.

Ich weiß, dass man vorsichtig mit dem sein muss, was man so im Internet lesen kann. Aber immer wieder zieht es mich auf solche Seiten, verschiedene Seiten. Aber dann stelle ich immer wieder fest, das kein Verlauf wie der andere ist. Nicht umsonst nennt man MS auch die Krankheit mit den 1000 Gesichtern.

Und es steht bis jetzt auch noch nicht mal zu 100% fest, dass es MS ist. Trotzdem ist es in den Gedanken sehr präsent.

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